Pooldoktor gibt Tipps zur Poolpflege, Schwimmbad Pflegetipps für den Saison Start im Frühjahr. Schwimmbecken Pflege Tips für die Überwinterung, die wirkungsvolle Reinigung, Schwimmbad Pflege für den Urlaub.
Saisonstart

Nahezu alle Hersteller empfehlen die Überwinterung der Freischwimmbecken in gefülltem
Zustand. Für Sie stellt sich zu Saisonstart also die Frage, ob Sie nun das "überwinterte"
Wasser aufbereiten oder ob Sie neues Wasser einlassen.
BAYROL empfiehlt für Freibäder jährlich einen kompletten Wasserwechsel durchzuführen,
bei Hallenbädern sollte das Wasser alle 2 - 3 Jahre gewechselt werden. Der beste
Zeitpunkt, bei Freibädern einen Wasserwechsel durchzuführen, ist das Frühjahr, da
hier nach Überwinterung des Beckens ohnehin eine Frühjahrsreinigung durchgeführt
wird.
Ist das Becken leer und von Schmutz und Kalk gereinigt, prüfen Sie den
Filter und lassen neues Wasser aus der Leitung ein.
Zuerst wird der pH-Wert eingestellt (7,0 - 7,4), dann starten Sie mit einer
Grunddesinfektion bzw. Stoßchlorung. 3 Tage später kann es mit der normalen
Pflege weitergehen.
Bedenken Sie, dass bei Neubefüllung der pH-Wert in den ersten Tagen schnell ansteigt
und deswegen öfter kontrolliert und ggf. mit PH-Minus gesenkt werden muss.
Überwinterung
Nahezu alle Hersteller empfehlen die Überwinterung der Freischwimmbecken in gefülltem
Zustand. Die Vorteile: Die Wasserfüllung wirkt dem Druck nachrutschender Erde (Eindrücken
der Beckenwände) oder dem "Aufschwemmen" des Beckens bei hohem Frühjahrsgrundwasserstand
entgegen. Ferner ist das gefüllte Becken äußeren Witterungseinflüssen weniger ausgesetzt,
und kann durch hineinfallende Gegenstände kaum beschädigt werden.

Zusätzliche Vorteile bringt die Zugabe des speziellen Überwinterungsmittels: Ablagerungen
von Kalk oder das Entstehen von Algenwachstum wird von vornherein unterbunden, die
Frühjahrsreinigung wird deshalb sehr viel einfacher und müheloser.
Tipp:
Auch wenn Sie bereits ein Wintermittel in das Wasser gegeben haben, können Sie trotzdem
noch problemlos baden.
Dies sollte bei der Überwinterung beachtet werden:
1. pH-Wert einstellen (7,0 - 7,4)
2. Stoßchlorung bei laufender Umwälzung vornehmen, damit bereits bestehende Verunreinigungen
nicht "überwintert" werden
3. Wasserspiegel bei Stilllegung unter die Düsen absenken
4. Wintermittel in entsprechender Dosierung im Becken verteilen
5. Außenrohrleitungen entleeren
6. Eispuffer zum Ausgleich des Eisdrucks im Becken einlegen
Weitere
Winterpflege Hinweise
Reinigung

Vorbedingung für eine hygienisch einwandfreie Wasserpflege ist die Reinigung des
Schwimmbeckens, die in regelmäßigen Abständen und zumindest einmal im Jahr bei
entleertem Becken durchgeführt werden sollte. Dies gilt sowohl für Frei- als
auch für Hallenbäder, denn unabhängig von der optischen Qualität des Wassers sollten
Wände und Boden von Kalk- und Schmutzablagerungen gesäubert werden, um Mikroorganismen
(Bakterien und Algen) zu beseitigen.
Grund- oder Hauptreinigung (Frühjahrsreinigung)
Für die Reinigung des entleerten Beckens sollte grundsätzlich Poolreinigungsmittel
sauer verwendet werden. Dieser flüssige Reiniger ist speziell für die Entfernung
von Kalk- und anderen Schmutzablagerungen bei höchster Materialschonung entwickelt
worden. Er wird mit einer Bürste oder einem Schrubber aufgetragen und nach der Reinigung
mit Wasser abgespült. Bei sehr empfindlichen Folien- oder Kunststoffbecken eignet
sich auch.
Laufende Reinigung (Unterhaltsreinigung bei gefülltem Becken)
Auch die laufende Reinigung sollte regelmäßig durchgeführt werden, da durch die
Verschmutzung der Luft und durch den laufenden Badebetrieb leicht fettige und rußige
Verschmutzungen entstehen. Für die Beseitigung dieser Rückstände eignet sich des
Poolreinigungsmittel alkalisch besonders gut. Für die Beseitigung von Russrändern
am Beckenrand (auf Höhe des Wasserspiegels) wurde Poolreinigungsmittel alkalisch
Gel entwickelt. Am besten funktioniert die Reinigung mit dem passenden Vlies
bei abgesenktem Wasserspiegel z.B. während des Rückspülens. Poolreinigungsmittel
alkalisch Gel eignet sich für alle Beckenoberflächen wie Kacheln, Folien, Polyester,
etc. Da das Produkt dickflüssig ist, eignet es sich ideal für senkrechte Flächen
(Beckenwände).
Vorsicht bei billigen Haushaltsreinigern. Sie bringen Fremdstoffe ins Wasser,
die zu Trübungen, Schaum oder Algenwachstum führen können und Oberflächen, z.B.
Folien angreifen.
Härtestabilisierung

Die Wasserhärte wird in Gesamt- und Karbonathärte unterteilt und in Grad
Härte (°dH) ausgedrückt.

Weiches Wasser
Der pH-Wert ist wenig stabil.
Hartes Wasser
Je höher die Wasserhärte, desto größer wird die Gefahr, dass Kalk ausfällt und eine
Trübung des Wassers entsteht.
In Regionen mit hartem, kalkhaltigem Wasser kann Kalk ausfallen und sich festsetzen.
Die Folgen sind raue Beckenwände, Funktionsstörungen durch "verbackene" Filter und
Energieverluste im Wärmetauscher. (Bei einer 1 mm dicken Kalkschicht vermindert
sich der Wärmeübergang um 15%!)
Eine einmalige Zugabe von "Härtestabilisator" zu Saisonbeginn verhindert
diese negativen Einflüsse.
Dosierhilfen

Konzentrierte Desinfektionsmittel wie z.B. Chlortabletten sollen wegen der Gefahr
von Bleichflecken nicht in die Nähe von Anstrich- oder Kunststoff-Flächen kommen,
sondern nur mit Hilfe von so genannten Dosierhilfen im Wasser aufgelöst werden.
Es gilt diese einfache Regel:
Weiße Tabletten grundsätzlich in einem Dosierschwimmer auflösen!
Die Zugabe in den Skimmer wäre zwar bequem, empfiehlt sich jedoch insbesondere bei
Tabletten nicht, da ein beträchtlicher Teil der Desinfektionswirkung auf dem Weg
durch den Filter verloren geht. Die Dosierung erfolgt also am besten über einen
Dosierschwimmer.
Mit dem Dosierschwimmer kann die Zugabe des eingesetzten Desinfektionsmittels individuell
gesteuert werden: Die Größe der Dosieröffnung kann durch Verdrehen des Dosier-Ringes
verändert und damit die Chlorabgabe entsprechend der jeweiligen Belastung des Wassers
angepasst werden.
Bei der Desinfektion mit Chlor kann die Dosierung auch über den Skimmer erfolgen.
Bleichflecken vermeiden

Konzentrierte Desinfektionsmittel wirken als Bleichmittel. Aus diesem Grund sollte
man langsam lösliche Desinfektionsmittel in Tablettenform nicht direkt ins Becken
werfen, sondern in einen Dosierschwimmer oder in den Skimmer geben.
Schnellösliche Chlortabletten löst man am sichersten im Skimmer auf (Pumpe laufen
lassen!). So vermeidet man Bleichflecken durch kleine Chlorpartikel, welche durch
das Netz des Dosierschwimmers rieseln könnten.
Bei Granulaten, die man direkt ins Becken dosiert, besteht die Gefahr von Bleichflecken
nicht, da sich die Substanzen unverzüglich auflösen. Zur Sicherheit Umwälzung laufen
lassen und an verschiedenen Stellen ins Becken geben.
Chlorkrümel auf der Kleidung bleichen den Stoff, wenn Feuchtigkeit dazukommt.
Urlaubspflege

Wer keine automatische Dosieranlage zur Schwimmbadwasseraufbereitung hat und länger
als 8 Tage verreist, muss für die Zeit der Abwesenheit ein Wirkstoffdepot für Desinfektion
und Algenverhütung sicherstellen.
Idealerweise deckt man das Schwimmbad mit einer Plane ab, schaltet aber die automatische
Beckenumwälzung nicht ab, sondern lässt sie weiterhin täglich laufen.
Wenn Sie einen Sandfilter haben, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise während
des Urlaubs:
Ausreichend rückspülen, pH-Wert auf 7,0 - 7,4 einstellen und dann am besten Chlor
Großtabletten 200g (pro 20 - 30 m³ Wasser) in den Skimmer legen. Die Chlor Großtablette
200g hält für ca. 10 Tage. Bei längeren Urlauben einen freundlichen Nachbar bitten
wieder nachzufüllen.
Bei einem Kartuschenfilter:
Filter reinigen, pH-Wert überprüfen (7,0 - 7,4) und dann je nach Beckengröße mehrere
Chlor Großtabletten 200g in den Dosierschwimmer legen. Durch Verkleinern der Dosierschlitze
können Sie das Wasser gut 3 Wochen lang ausreichend desinfizieren. Zugabe der doppelten
üblichen Menge Algizid flüssig nicht vergessen.
Bei einer Salzanlage:
Filter reinigen, pH-Wert überprüfen (7,0 - 7,4) und die Salzanlage erledigt automatisch die Desinfektion sobald die Filteranlage in Betrieb ist.
Nach heftigen Gewittern sollte jemand die Stromzufuhr überprüfen. Der Schutzschalter könnte die Filteranlage dauerhaft außer Betrieb setzen.
Selbst wenn nach der Rückkehr aus dem Urlaub das Wasser optisch einwandfrei ist, sollten Sie zuerst den Filter gründlich rückspülen bzw. auswaschen.
Filterpflege

Grundsätzlich empfehlen wir, wenigstens einmal pro Woche rückzuspülen, um den im
Filtermedium angesammelten Schmutz zu entfernen. Bei hartem Wasser bilden sich in
Sandfiltern trotz regelmäßigen Rückspülens Kalkablagerungen, die in Extremfällen
das Filtermedium nahezu verschließen, die Filterwirkung nimmt stark ab.
Eine wirksame Desinfektion und Trübungsbeseitigung durch Flockung setzen voraus,
dass die Sandfilteranlage einwandfrei funktioniert.
Generell: Filtersand alle 2 - 3 Jahre auswechseln lassen!
BAYROL hat intensiv nach dem Zusammenhang zwischen Wasserqualität und Zustand des
Filters geforscht und herausgefunden, dass in der Praxis nahezu jeder dritte Filter
verkeimt ist.
Das hat gravierende negative Auswirkungen auf die Wirksamkeit des eingesetzten Desinfektionsmittels.
Das Desinfektionsmittel wird dann praktisch zur Abtötung von Keimen im Filter verschwendet
und steht nicht mehr für eine wirksame Desinfektion des Beckenwassers zur Verfügung.
Deshalb hat die BAYROL - Forschung das neue Produkt Filterclean Silver entwickelt,
ein patentiertes Filtergranulat, das Keim- und Bakterienbildung von Beginn an dort
verhindert, wo Desinfektionsmittel kaum hinkommen - nämlich mitten im Filter. Das
sichert Ihnen lang andauernd hochwertige Wasserqualität und sorgt für lang anhaltende
(2 - 3 Jahre) Desinfektion des Filterbereichs.
Rückspülung/Wasserwechsel/Frischwasserzufuhr

Durch eine noch so gute Aufbereitung des Schwimmbadwassers kann nicht verhindert
werden, dass sich gelöste Stoffe im Wasser anreichern, vor allem Salze wie
Chloride und Nitrate, die aus Reaktionen des Chlors entstanden sind. Chloride wirken
in erhöhter Konzentration korrosiv auf Metallteile, insbesondere auf Aluminium,
aber auch auf Edelstahl.
Eine Salzanreicherung kann nur verhindert werden, indem ein Teil des Beckenwassers
regelmäßig durch Frischwasser ersetzt wird. Es ist darauf zu achten, dass
vor allem in Becken mit wärmerem Wasser nicht nur die Verdunstungsverluste ersetzt
werden, die zu einer erheblichen Salzanreicherung führen, sondern auch ein Teil
des verbrauchten Beckenwassers.
Die Frischwasserzugabe beträgt für ein privates Schwimmbecken mindestens
3%, besser 5% des Beckeninhaltes pro Woche, d.h. je nach Filtergröße wöchentlich
mindestens 3-5 min. rückspülen.
Beckenabdeckungen verringern die Verdunstungsraten erheblich und können zu
einer Verminderung des Frischwasserbedarfs beitragen.
Aber auch im bestgepflegten Schwimmbecken reichern sich allmählich Salze an, die
weder durch Filtration noch auf chemischem Wege entfernt werden können. Ihre Beseitigung
ist nur durch einen kompletten Wasserwechsel möglich, der deshalb jährlich
(Freibad) bzw. nach 2 - 3 Jahren (Hallenbad) durchgeführt werden sollte, auch wenn
das Wasser optisch noch sauber erscheint. Bei Freibädern eignet sich am besten das
Frühjahr, da hier nach Überwinterung des Beckens ohnehin eine Frühjahrsreinigung
durchgeführt wird.
Füllwasser / Metallausfällung

Enthält das Füllwasser Eisen, Mangan oder Kupfer (meist aus privaten Brunnen)
kann es zu unschönen Wasserverfärbungen, (von schmutzig grün über braun bis fast
schwarz) und zu massiven Trübungen kommen. Kein Grund, das Becken abzulassen, denn
diese Niederschläge sind in der Regel filtrierbar und können durch Flockung
beseitigt werden.
Damit die unerwünschten Metallionen möglichst vollständig entfernt werden, sollte
wie folgt vorgegangen werden:
1. Stoßchlorung mit organisch schnellöslichen Chlorgranulat, um alles Eisen
und Mangan zu oxidieren.
2. pH-Wert richtig einstellen. (7.0 - 7,4)
3. Ausflocken der gebildeten Eisen- und Manganhydroxide bei laufender Filteranlage
über mehrere Tage mit Flockungsmittel.
Eine Entfernung von Kupfer mit Flockungsmittel ist ebenfalls möglich, jedoch muss
dafür der pH-Wert bei 7,5 - 7,7 gehalten werden.
Hartes Wasser sollte mit Härtestabilisator behandelt werden, um das
Ausfällen von Härtebildnern im Wasser zu verhindern. (Der Einsatz von Enthärtungsanlagen
bringt oft nur eine Reduzierung um ca. 50% und macht oft eine zusätzliche Härtestabilisierung
notwendig.) Die Bildung von Wassertrübungen und Kalkablagerungen in Becken und Umwälzsystemen
wird durch einen Härtestabilisator im Pool vermieden. Dieses Produkt bindet
zusätzlich Metalle im Wasser und verhindert Wasserverfärbungen durch Metallionen.
Der pH-Wert sollte in den ersten Tagen nach der Befüllung besonders aufmerksam
kontrolliert und reguliert werden, da er in dieser Phase zum Anstieg neigt. Aufgrund
der unterschiedlich hoch belasteten Füllwässer muss auch die Anfangsdosierung der
Wasserdesinfektionsmittel entsprechend kontrolliert und ggf. erhöht werden.
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