HINWEISE
Gesund und fit bleiben - das ist heute das Wichtigste! Regelmäßiges
Sauna-Baden zur Entschlackung und zur Abhärtung gehören zum eigenen
Fitness-Programm unbedingt dazu - die guten Erfahrungen der Skandinavier
haben sich ja auch bei uns durchgesetzt. Wer also im eigenen Haus noch
ein wenig Platz hat, kann sich seine eigene Sauna einbauen. Holz und
Dämmstoff aus dem Bau- und Heimwerkermarkt, die Sauna-Technik fertig vom
Fachhandel und ein oder zwei Wochenenden eigene Arbeit - mehr gehört
nicht dazu, wenn Sie Ihre ganz private S
auna
aufbauen wollen.
Der richtige Standort für ihre eigene
Sauna sollte einige Voraussetzungen erfüllen, die aber bei vielen
Nebenräumen vorhanden sind: Der Raum selbst sollte gut belüftet sein.
Frischluft muss zuströmen, die Abluft aus der Saunakabine muss abgeführt
werden können. In der Nähe der Saunakabine sollte eine Dusche vorhanden
sein, eventuell auch noch der Platz zum Aufstellen eines Tauchbeckens.
Und in einem Vorraum oder in einem Nebenraum sollte eine Ruhezone
eingerichtet werden können, die man in der Zeit zwischen zwei
Saunagängen nutzen kann. Eine Tür ins Freie, möglichst in der Nähe, wäre
auch nicht schlecht!
Wer seine Saunakabine selbst baut statt
sich eine vorgefertigte Kabine aus Fertigteilen zu kaufen, hat den
großen Vorteil des Einbaus nach Maß. So kann ein kleiner Kellerraum ganz
zur Sauna ausgebaut werden. Oder von einem größeren Kellerraum kann man
seine Sauna-Kabine abteilen und im vorderen Bereich des Raumes eine
Ruhezone einrichten, in der auch die Trimm- und Fitness-Geräte ihren
Platz finden.
Eine Mini-Sauna lässt sich schon auf 150 x 200
cm Grundfläche verwirklichen. Für eine richtige Familiensauna sollten
Sie allerdings etwa 200 x 200 cm bis 200 x 250 cm vorsehen. Die nutzbare
Raumhöhe sollte 190 cm nicht unterschreiten. Unnötig groß machen sollten
Sie die Saunakabine allerdings nicht, denn viel Luftraum erfordert einen
großen Sauna-Ofen, höhere Anschlusswerte und mehr Heizkosten.
Was Sie auf alle Fällen fertig kaufen
sollten,
ist die Saunatür mit einer großen Glasscheibe. Diese Tür, rechts oder
links einbaubar, muss immer nach außen aufgehen und darf nicht
verschließbar sein, damit man jederzeit die Saunakabine verlassen kann.
Auch Saunaofen und Steuergerät werden fertig gekauft und von einem
zugelassenen Elektrofachmann installiert. Eigenarbeit ist hier verboten!
Am besten wählt man für die Eigenbau den Sauna-Selbstbausatz, bei dem
neben Tür, Ofen und Steuergerät auch noch der Zuluft- Schieber,
spezielle Banklatten zum Selbstbau der Saunabänke und zwei hölzerne
Kopfstützen mitgeliefert werden. Für den Selbstbau der Sauna-Kabine
genau nach den Maßen Ihres Raumes müssen Sie zwei Konstruktionsarten
kennen:
Sauna-Wand direkt an der Raumwand. Um
Schäden am Mauerwerk durch Schwitzwasser auszuschließen, werden solche
Wände hinterlüftet. Das erfordert folgende Konstruktion: Auf das
Mauerwerk werden senkrechte Latten gedübelt, die aber nicht von oben bis
unten durchgehen, sondern am der Decke, am Fußboden und in der Mitte
jeweils 15cm „Luft" lassen. Auf diese Latten schrauben Sie dann Platten
aus wasserfest verleimter Spanplatte. Auf dieser Vorsatz-Schale wird
dann die eigentliche Saunakabinen-Wand aufgebaut. So bleibt zwischen
Mauerwerk und Sauna ein Luftzwischenraum, der nur zur Saunakabine hin
ganz abgeschlossen ist, zur Raumseite aber als Schlitz geöffnet sein
muss, damit die Luft zirkulieren kann und Feuchtigkeit entfernt wird.

Die Wand der Sauna-Kabine. Der
einfachste Aufbau ist ein Holzfachwerk aus Kanthölzern von ca. 7 x 7 cm.
Daraus wird eine Art Fachwerk oder Holzständerwerk gebaut, das dann mit
Profilbrettern beplankt wird. Senkrechte Kanthölzer werden dazu mit
waagerechten Querstücken verbunden (verzinkte Stahlblechwinkel, einfach
aufschrauben). Alle 60 bis 80 cm sollte ein Querriegel vorgesehen
werden. Dort, wo Saunabänke installiert oder der Ofen aufgehängt werden
soll, werden zusätzliche Querstücke eingebaut. Das gilt auch für den
Bereich des Lüftungsschiebers, der unterhalb des Ofens zum restlichen
Raum hin angebracht werden muss. Auch rund um die Türöffnung werden
Kanthölzer als solider Anschlag für die Fertigtür eingesetzt.
Dort, wo die Sauna direkt an die Raumwände
grenzt, wird diese Fachwerkkonstruktion direkt vor die wasserfeste
Spanplatte der Hinterlüftungskonstruktion gesetzt. Wo die Wand frei
steht, also zum restlichen Raum hin, wird die Fachwerkkonstruktion am
besten mit dem Fußboden und der Decke verdübelt. Oben ca. 2 cm Abstand
zur Decke lassen, damit die Luft zirkulieren kann (Lattenstücke als
Abstandhalter vorsehen).
Die Hohlräume dieser Fachwerk-Konstruktion
werden jetzt wärmegedämmt. Platten aus Mineralwolle werden passend
zugeschnitten und in die Hohlräume geklemmt, möglichst fugenlos verlegt.
Von der Innenseite der Saunakabine her wird diese Dämmschicht dann mit
einer Dampfsperr-Folie (Polyethylen-Folie - oder Alu-Dampfsperrfofie)
vollflächig abgedeckt. Das verhindert das Eindringen von feuchter Luft
in die Dämmung und damit Schäden durch Kondenswasser.


Die Decke der Saunakabine: Die
Konstruktion entspricht dem Wandaufbau.
Man kann die Decke am einfachsten in drei oder
vier Elemente aufteilen, die dann auf dem Fußboden vormontiert und nur
noch in der Sauna-Kabine mit stabilen Blechwinkeln angebracht werden.
Auch die Lagerungen der Deckenelementen auf einer umlaufenden Eckleiste,
die an die Wände geschraubt wird, ist eine einfache Lösung. Als obere
Abdeckung der Deckenteile dient eine dünne wasserfest verleimte
Spanplatte. Die Unterseite wird mit Profilbrettern über der
Dampfsperr-Folie verkleidet. Damit die Fugen zwischen den Elementen auch
wirklich dicht wird, legt man bei der Endmontage ein Dichtungsband (aus
expandierendem Schaum) ein.
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Die Holzverkleidung für die Wände: Bevor
Sie das Fachwerk aus Kanthölzern nun mit Profilholz verkleiden (Fichte,
Kiefer oder Hemlock sind dafür sehr gut geeignet) sollten die
Lüftungsschieber eingesetzt werden. Die Zuluft-Öffnung gehört unter den
Saunaofen, die Abluft-Öffnung ordnet man an deren gegenüberliegenden
Wand im unteren Drittel an. Zuluft- und Abluftöffnungen an verschiedenen
Wänden anbringen, damit eine Zirkulation entstehen kann.

Die Profilbretter werden nun nach Wandhöhe
zugeschnitten und senkrecht auf die Fachwerk-Konstruktion montiert. Die
unsichtbare Befestigung mit Montagekrallen, die sonst in Innenräumen
üblich ist, lässt sich auch hier anwenden. Wer aber ganz sicher gehen
will, daß sich die Bretter durch Hitze und Feuchtigkeit nicht werfen,
kann die Profilbretter auch sichtbar durchschrauben. In diesem Fall eine
waagerechte Gummischnur spannen, um die Schraubenköpfe wirklich in einer
ganz geraden Linie anzuordnen. Nur rostgeschützte Schrauben verwenden,
am besten Kreuzschlitz-Schrauben, die man mit der Maschine so weit
eindrehen kann, daß die Schraubenköpfe nicht mehr übers Holz
hinausragen. Die Verbreiterung nicht ganz bis auf den Fußboden führen,
sondern etwa 2 cm darüber enden lassen. Beim feuchten Aufwischen oder
bei einem danebengegangenen Aufguss kann das Wasser dann nicht in die
Stirnenden der Bretter einziehen. Auf die gleiche Weise montieren Sie
auch die Außenverkleidung einer Wand aus Profilholz etwa die Wand mit
der Tür. Vor der Verkleidung sollten Sie entweder Leerrohre für den
Stromanschluss zum Saunaofen und für die Verbindung Steuergerät-
Saunaofen einziehen oder die Verkabelung vom Elektriker schon
fertigmachen lassen. Das gilt auch für ein Leuchtenkabel, denn die
Saunakabine muss Licht bekommen. Die spezielle Saunaleuchte, darf
überall montiert werden, nur nicht direkt über dem Saunaofen!
Welche Heizleistung benötige ich für meine
Saunakabine?

Die fertige Saunatür wird nur in die
Öffnung eingesetzt und mit langen Schrauben durch den Rahmen mit den
Stützen in der Fachwerkwand verschraubt.
Komplett wird Ihre Saunakabine dann durch die
Liegen: die speziellen Banklatten aus Abachi werden mit vier
untergeschraubten Querlaschen zu Liegeflächen zusammengebaut, die von
Wand zu Wand reichen und auf Halteleisten, die Sie an die Wand
schrauben, ruhen. So kann zum Saubermachen jede Bank einfach
hochgeklappt werden. Die erste Bank montieren Sie in ca. 50-55 cm Höhe
über dem Fußboden, die zweite 50-55 cm darüber. Damit haben die
Saunabänke bequeme Sitzmaße- und auch noch Platz genug zum
Aufrecht-Sitzen auf der oberen Ruhebank.
Ofen und Steuergerät wird entsprechend der
beiliegenden Gebrauchsanweisung montiert! Elektroanschlüsse nur von
einem zugelassenen Installateur herstellen lassen!
In der Sauna sollten Sie auf alle
Fälle ein hölzernes Schutzgitter in einigem Abstand rund um den
Ofen montieren, so daß beim Ausrutschen oder Hinfallen niemand direkt
den heißen Ofen berühren kann. Wasserkübel und Aufgusskelle, Thermometer
und Hygrometer, eine Sanduhr und eventuell Duftstoffe für den Aufguss
sind die Dinge, die jetzt noch fehlen, bevor Sie zum ersten Mal Ihre
Sauna in Betrieb nehmen können.
Wer zur Abkühlung nach dem Saunagang mit der kalten Schwallbrause
nicht zufrieden ist, kann sich ein Tauchbecken anschaffen, in das man
nach dem Schwitzbad kurz hineinsteigt, um sich schlagartig abzukühlen.